Seit einigen Jahren feiert Ghana im September einen besonderen nationalen Feiertag: den Founders’ Day. Er wurde eingeführt, um all jene Persönlichkeiten zu würdigen, die zur Entstehung des modernen Ghana beigetragen haben – nicht nur einzelne Figuren, sondern die gesamte Generation der Unabhängigkeitskämpfer.
Der Founders’ Day wurde 2010 offiziell eingeführt. Die Initiative dazu ging von Präsident John Evans Atta Mills aus, der von 2009 bis zu seinem Tod im Jahr 2012 amtierte.
Atta Mills wollte damit die historische Erinnerung breiter fassen: Statt nur einer Person zu gedenken, sollte der Feiertag die vielen Akteure ehren, die gemeinsam den Weg zur Unabhängigkeit bereitet hatten.
Der Feiertag wird am 21. September begangen – dem Geburtstag von Dr. Kwame Nkrumah, dem ersten Präsidenten Ghanas.
Dieser Tag war zuvor bereits als „Founder’s Day“ (Singular) bekannt, also als Ehrentag für Nkrumah allein. Mit der Einführung durch Atta Mills wurde er jedoch zum „Founders’ Day“ (Plural) erweitert, um die Rolle weiterer Mitstreiter sichtbar zu machen.
Der Founders’ Day ist heute ein Moment, in dem das Land:
seine Unabhängigkeitsgeschichte reflektiert
die Leistungen der „Big Six“ und anderer Aktivisten würdigt
kulturelle Veranstaltungen, Reden und Gedenkfeiern abhält
junge Menschen an die Werte von Freiheit, Einheit und Selbstbestimmung erinnert
Er ist ein Feiertag, der Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet – und der zeigt, wie lebendig Ghanas Geschichtsbewusstsein ist.
Ghana ist ein Land voller Geschichte, Spiritualität und kultureller Vielfalt – und das spiegelt sich wunderbar in seinen Feiertagen wider. Jeder dieser Tage erzählt ein Stück der ghanaischen Seele.
Der Jahresbeginn wird in Ghana mit viel Freude, Musik und Gottesdiensten gefeiert. Viele Familien besuchen am Morgen die Kirche, bevor sie den Tag mit Essen, Besuchen und entspannten Momenten verbringen. Die Stimmung ist warm und hoffnungsvoll – ein schöner Start in ein neues Jahr.
Ostern ist eines der wichtigsten christlichen Feste in Ghana. Karfreitag ist geprägt von Prozessionen, Gebeten und stiller Besinnung. Am Ostermontag dagegen wird gefeiert: Parks, Strände und Gärten füllen sich mit Familien, die gemeinsam essen, tanzen und lachen.
Wenn der Fastenmonat Ramadan endet, feiern Muslime in Ghana Eid al‑Fitr. Moscheen sind festlich geschmückt, und überall duftet es nach traditionellen Speisen. Der Tag steht im Zeichen von Dankbarkeit, Gemeinschaft und Großzügigkeit.
Das „Fest des Opferns“ ist ein weiterer bedeutender islamischer Feiertag. Familien kommen zusammen, teilen Mahlzeiten und unterstützen Bedürftige. Es ist ein Tag der Solidarität und des Glaubens.
Der Founders’ Day ist ein vergleichsweise neuer Feiertag, eingeführt im Jahr 2010 unter Präsident John Evans Atta Mills. Er ehrt die vielen Persönlichkeiten, die zur Unabhängigkeit Ghanas beigetragen haben. Der Tag fällt bewusst auf den Geburtstag von Dr. Kwame Nkrumah und verbindet Erinnerung, Stolz und nationale Identität.
In der aktuellen Feiertagsstruktur wird der 21. September offiziell als Nkrumah Memorial Day begangen – ein Tag, der ausschließlich dem ersten Präsidenten Ghanas gewidmet ist. Er erinnert an seinen Mut, seine Vision und seine Rolle in der panafrikanischen Bewegung.
Der wichtigste weltliche Feiertag des Landes. Ghana feiert seine Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1957. Paraden, Reden, kulturelle Darbietungen und nationale Farben prägen diesen Tag. Besonders eindrucksvoll ist die große Parade auf dem Independence Square in Accra.
Der „Workers’ Day“ würdigt die Arbeiterinnen und Arbeiter des Landes. Gewerkschaften organisieren Märsche, Reden und Veranstaltungen. Ein Tag, der die Bedeutung von Arbeit, Solidarität und sozialer Gerechtigkeit hervorhebt.
Ghana feiert gemeinsam mit dem Kontinent die Gründung der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU). Der Tag steht im Zeichen von afrikanischer Einheit, Kultur und Zukunftsvisionen. Schulen und Kulturzentren veranstalten Programme, die die Vielfalt Afrikas feiern.
Dieser Feiertag erinnert an die Einführung der aktuellen ghanaischen Verfassung von 1993. Er symbolisiert demokratische Stabilität und den Wert friedlicher Regierungsführung.
Weihnachten in Ghana ist farbenfroh, musikalisch und voller Gemeinschaft. Kirchen füllen sich, Kinder führen Krippenspiele auf, und überall duftet es nach Jollof, Fufu und gegrilltem Fleisch. Ein Fest der Freude und des Zusammenseins.
Der Tag nach Weihnachten wird genutzt, um Freunde zu besuchen, Geschenke zu verteilen und das Fest entspannt ausklingen zu lassen. Viele nutzen den Tag für Ausflüge oder Strandbesuche.